neigung versus realer partnerschaft

Ihr Lieben auf meinem langen Weg von Mensch sein, Liebe, Partnerschaft, Neigung habe ich mir sehr vieles angeschaut.

10. Januar 2011
neigung versus realer partnerschaft

Ihr Lieben

auf meinem langen Weg von Mensch sein, Liebe, Partnerschaft, Neigung habe ich mir sehr vieles angeschaut.

Auf diesem Weg habe ich erlebt, entweder es gibt den obergenialen Dom der Sub erreicht aber Alltagsuntauglich ist.

Es gibt den Menschen der mir ein genialer Partner ist aber nicht so ganz der geniale Dom

Ich kenne Subs die ihr Leben geben würden für einen Dom den sie noch nicht wirklich lange kennen.

Ich kenne Frauen die ihr Leben, ihre gesamte Existenz aufgegeben haben aufgrund ihrer Neigung.

Ich kenne sehr wenige Paare die wirklich über lange Jahre ihre Neigung gemeinsam plus Alltags Partnerschaft leben.

Ich rede jetzt von langjährigen Alltagstauglichen Partnerschaften mit SM.

Wobei ich dennoch alle anderen auch um ihre Meinung bitte.

Ich lese hier von Subs die endlos darunter leiden weil ihr Herr nicht die Zeit hat oder gibt die Sub braucht, weil gebunden.

Ich lese hier von Subs ,die hier glorifizieren schreiben weil sie ihren Dom gerade mal kurze Zeit kennen.

Wie Alltagstauglich ist SM ?

Blöde Frage? Ich finde aufgrund meiner gesamten Erfahrungen nicht unbegründet.

Ich bin interessiert an euren Erfahrungen dazu.

Nicht den glorifizierten, sondern den realistischen.

Danke *herz*

Habe sowieso nur noch 10 Tage Zeit.

*blume*

(Threadtitel angepasst *widderchen)
10. Januar 2011

Liebe Emy,

warum nur noch 10 Tage Zeit ?

Also, ich versuche mal aus meiner Sicht zu antworten...

Mein Partner/Dom und ich sind jetzt seit 2 Jahren zusammen.. im kommenden Sommer werden wir zusammen ziehen... ich habe jedesmal meine Zeit bei ihm verbracht wenn ich Urlaub hatte... mal für 1 Woche.. aber auch für 3 Wochen, und da er selbstständig ist, hatte er natürlich keinen Urlaub... wir hatten quasi Alltag auf Zeit... in meinen Sommerurlauben (je 3 Wochen) hatten wir so zu sagen eine Alltagsbeziehung.. er abends kaputt von der Arbeit.. ich eigentlich putz munter und hätte Bäume ausreißen können.

Unser SM ist in den Zeiten auch mal zu kurz gekommen.. ja sogar der Sex....aber nach einer deutlichen Beschwerde meinerseits wurde es dann besser.
Wir führen keine 24/7 Beziehung und wollen das auch in Zukunft nicht.. für uns gehört BDSM zum SEx..
Ausser Frage steht, dass man auf den anderen Rücksicht nimmt...und sich entgegen kommt.. egal ob beim Sex oder bei anderen Alltagsangelegenheiten...Kompromisse wird man immer schließen müssen, sonst funktioniert keine Partnerschaft.
Da wir ja auch Kinder haben (jeder2) müssen wir zeitweise unser SM in Clubs ausleben..zu Hause, egal bei wem haben wir SM nur, wenn Kinderfrei ist.
Es kommt bei uns durchaus vor, dass er mir über den Tag hinweg seine Dominanz spüren lässt.. durch Blicke, versteckte Kniffe in die Brust oder andere kleine Sexeleien. wo ich in dem Moment verzichten würde.

Ich muss allerdings dabei sagen, dass wir speziell nach einem passenden Gegenüber hier im Joy gesucht hatten...und dann auch gefunden haben *zwinker*

Sucht man vielleicht in einem Lokal, beim Einkaufen etc.. da sieht man ja auch nicht gleich, wie das Gegenüber tickt..steht ja keinem auf der Stirn geschrieben *g*

Was ich bisher sagen kann ist.. SM ist Alltagstauglich, man muss sich nur organisieren (vor allem wenn man Kinder hat).

LG Sandra *blume*
10. Januar 2011

Wie Alltagstauglich ist SM ?

Was bedeutet alltagstauglich?
Es kommt doch darauf an, wie man BDSM leben möchte. Jeder hat doch eine andere Vorstellung, andere Wünsche.

Weniger ist manchmal mehr...
Lassen wir uns nicht allzu oft von den Medien, Berichten und Geschichten anderer verrückt machen?

Ich finde schon, dass SM alltagstauglich ist, wenn wir unsere Bedürfnisse leben und nicht die von der Aussenwelt aufgedrückten.

Ich muss mich wohlfühlen und nicht versuchen mir irgendetwas vorzumachen, weil die sogenannte "SM Norm" dies vorgibt.

Es sind dann eben die Kleinigkeiten die zeigen, dass in der Beziehung nicht nur Stinosex gelebt wird.

z.B. zwischendurch ein strenger Blick, ein Schlag auf den Po oder auch so richtig "harter" sex wenn man zu zweit ist.

Es muss doch nicht immer die Session sein, der m.E. manchmal viel zu viel Bedeutung zugemessen wird.

Für mich besteht SM auch aus den feinen "Nettigkeiten" zwischendurch.

Egal wie auch immer ist ein erfülltes sexleben- mit etwas "Arbeit" verbunden. Es passiert nicht einfach.

Liebe emy ich hoffe, dass du noch mehr als 10 Tage Zeit hast...
denn es kommt auch eine zeit danach..

*herz*
devona69
10. Januar 2011

Ganz lieben Dank für diese wundervollen Beiträge. *blume*

Ja, ich habe noch mehr Zeit als 10 Tage. Werde aber für einige Wochen nicht da sein und hoffe ihr diskutiert dieses Thema dennoch.
Ich finde es diskussionswürdig.

Nur um das aufzuklären. Mehr nicht. Aber ich muss eben meinem Impulsen nachgeben. Siehe dieses Thema. lächelt.

Ich werde noch dazu schreiben, wenn ich kann.

Emy *herz*
10. Januar 2011

Unsere Beziehung ist mit Unterbrechung 7 Jahre alt.
Die ersten 2 Jahre davon sahen wir uns nur sporadisch an Wochenenden, da 300 km Entfernung zwischen uns lagen.
Diese Zeit verbrachten wir zu 99 % sm-ig, und es war schön.

Wir leben nun seit 5 Jahren zusammen. Schleichend stellte sich der Alltag ein, schleichend verringerte sich alles sm-ige auf irgendwann 0 %.

Was mir besonders auffällt ist, dass der Mensch mit dem man wirklich seinen Alltag lebt zwangsläufig seine Schwächen preisgibt. ( und preisgeben muss; alles andere wäre seltsam)

Für mich war es schwer zu ertragen, dass er nicht IMMER stark war; dass er Seiten hat, die alles andere als dominant sind. Das muss ich wirklich zugeben.

Immer mehr kam dann meine Alltagsdominanz dazu und das war wiederum für ihn sehr schwer zu akzeptieren.

Für mich ist beim SM unter diesen Gesichtspunkten betrachtet die Alltagstauglichkeit nicht gegeben... was aber sicherlich von den jeweiligen Charakteren abhängig ist.

Hinzu kommt sicherlich auch mein Hang zum Perfektionismus, der unter diesen Bedingungen ja nicht mehr gegeben war. *floet*
10. Januar 2011

Danke @Subs_tanz

für deine authentisches Posting dazu.

Ich bin überzeugt ,davon gibt es sehr sehr viele. Die wenigsten reden offen darüber.

Ich hoffe ich kann meine Beispiele dazu noch posten um klarer zu werden in meiner Intention

Heute eher nicht mehr.

schaff ich nicht, sorry

Emy *herz*
10. Januar 2011

Eine lange Zeit dachte ich, wir seien gescheitert.

Heute begreife ich, dass unsere Beziehung wirklich sehr wertvoll ist, weil wir in der Lage waren, diese Bedürfnisse zugunsten unserer Liebe hinten an zu stellen.

Ich gebe keine Garantie dafür, dass es für immer funktioniert; aber ich bin heilfroh darüber und sehr dankbar. *herz*
10. Januar 2011

BDSM und die Alltagstauglichkeit...daran arbeiten wir gerade.
Bei uns ist ja der Fall, dass es irgendwie alles andersrum passiert ist wie bei den meisten anderen.

Wir haben als Dom und Sub zueinander gefunden. Beide verheiratet und nicht zufrieden mit dem was wir hatten. Anfangs auch wirklich nur darauf ausgerichtet eine "Nebenbeziehung" zu führen, hat sich nach und nach wesentlich mehr eingeschlichen.

Jetzt nach 5 Jahren stehen wir plötzlich an einem Wendepunkt. Beide frei und beide verliebt ineinander, als hätten wir uns gerade erst kennengelernt. Mit dem Hintergrund, dass wir uns eben sehr gut, nein, extrem gut kennen! Durch die gelebte reine BDSM-Zeit waren unsere Gespräche ja eben ein wenig anders, sehr offen, sehr ehrlich und sehr sehr tief.

Am Anfang war das Chaos*lächel, und damit meine ich unseren zweiten Anfang - doch langsam bekommt das ganze wieder Struktur.
In der ersten Zeit waren Gedanken an BDSM total unmöglich - da war so vieles neu und anders, die Gefühle, die neue Zärtlichkeit, die Liebe so offen - und es war mehr ich, die Angst hatte, den Anteil aus dem BDSM, besonders den D/S -Anteil nicht integrieren zu können.

Mein wunderbarer Dom, Partner und Geliebter hat mir einfach Zeit gelassen, uns Zeit gelassen - und jedes Treffen mehr spüren wir, dass alles zurückkehrt.
Passend - überraschend - wunderschön - mit fließenden Übergängen, dort wo es uns möglich ist. Was allerdings nicht mehr ganz so einfach ist*smile.
Denn ist er bei mir, dann heißt das übernachten im Wohnzimmer (ohne Tür) mit meinen Kindern im Haus - und bei ihm? Sind irgendwie meist sein oder meine Kinder in der kleinen Wohnung mit dabei!

Die Übernachtungen von früher im Hotel müssen wir uns extra einplanen - und tun dieses auch, wenn auch viel seltener als früher!
Demnächst ist ein Besuch auf einer BDSM-Veranstaltung in einem SC geplant - und ich bin irre nervös!
Wir entdecken uns irgendwie auch in der Hinsicht gerade neu - es bleibt spannend!

Die Alltagstauglichkeit wird sich wohl noch zeigen, doch ich bin nach den letzten Erfahrungen sehr zuversichtlich, dass wir unseren Weg auch hier finden werden!
11. Januar 2011

Meine liebe Emy, Du machst mir ein bißchen Angst. Nicht wegen der Frage, sondern an Deiner Art zu schreiben. Aber nun will ich auch meinen Senf dazu geben.

Bei mir ist es eine Mischung aus dem, was subs_tanz schrieb und aus dem von Sandra.

Ich habe meinen Herrn kennengelernt und mich relativ schnell verliebt. Er allerdings auch. *zwinker* Uns trennten nur eine Stunde Fahrt mit dem Zug, so dass wir uns sehr oft sahen. Wir zogen 1,5 Jahre später zusammen. Natürlich kam schnell der Alltag und auch meine "Alltagsdominanz" (Ich mag dieses Wort nicht!).
Heute sage ich, BDSM kann man gut in den Alltag integrieren (devona hat es gut beschrieben), wenn beide das auch wollen. Es kommt ja auch auf die Situation an. Sind Kinder da? Wer arbeitet wie? Es gibt ja viele Schichtarbeiter. Oder ganz banal: ein Partner ist Morgenmuffel, der andere Frühaufsteher.
Für mich hat sich jedenfalls mittlerweile herausgestellt, dass 24/7 für mich nichts ist. Für mich gehört BDSM zum Sex, nicht mehr, aber auch nicht weniger! Es ist eine Bereicherung.

Ich habe irgendwo im Netz mal ganz versteckt ein Tagebuch gefunden, mit einer Sklavin, die täglich jede Minute dokumentieren musste! Fehlte nur noch die elektronische Fussfessel.
Devot ja, mich (auch im Alltag) verlieren oder mein Ich abgeben, nein. Niemals!

Ich hoffe, ich bin nicht zu sehr am Thema vorbeigeschossen, auch bei mir ist (wieder mal) alles ziemlich schwierig.

LG LeBa
11. Januar 2011

Danke für eure Ansichten und Schilderungen *blume*

Liebe @LeBa

es gibt keinen Grund dafür Angst zu haben. wirklich *g*
ich schreib dazu noch im privaten Teil.
Ich bleibe euch erhalten *ja*


@Devona

Das hast Du sehr gut ge- und beschrieben.

Natürlich ist SM Alltagstauglich, bzw. lässt sich individuell integrieren.

Aber so ganz einfach scheint es für die meisten dann doch nicht zu sein.
Ich sage nicht, daß es diese Paare nicht gibt. Es kann durchaus sein ich täusche mich und es ist meine rein subjektive Beobachtung und Erfahrung über die Jahre.

Ich möchte und muss dazu Beispiele aufzeigen. Vielleicht wird etwas verständlicher was mich beschäftigt.

Eine wirklich langjährige online Freundin. Sie ist jetzt Mitte 40

Sie hat aufgrund ihrer Neigung Haus, Hof , Mann und Kinder verlassen. Gut , sie sagt die Ehe kriselte sowieso. (mittlerweile vermute ich dahinter eine Schutzbehauptung)
Dies ist jetzt schon Jahre her. Seither ist sie auf der Suche nach einem/ihrem Dom und Lebenspartner. Ohne Erfolg.
Jetzt ist sie mit einem Mann zusammen den sie als Dom kennen lernte, der SM jedoch seit sie zusammen sind kaum auslebt. Sex gibt es so gut wie keinen. Sie beklagt sich öfter darüber bei mir.
Wenn ich sie frage wieso sie das überhaupt tut , kommt:
Dann bin ich wenigstens nicht ganz alleine, das wäre noch schlimmer. Als Alltags Partner verstehen sie sich sonst gut.
In einigen Gesprächen war sehr deutlich, daß sie es bereut alles aufgegeben zu haben.
Aber sie macht jetzt den gleichen Fehler irgendwie wieder.

Ein sehr guter Freund von mir, wir haben knapp 2 Jahre unsere Neigung miteinander gelebt. Er ist Mitte 40.
Jetzt nach knapp 2 Jahren hat er sich Knall auf Fall von mir distanziert weil er eine neue Partnerin hat. Eine klare Stino Frau. Sie weiss nichts von seiner Neigung. Im Moment sagt er SM ist nicht mein Leben.
Er muss an die Zukunft denken.
Ich denke, gerade das tut er nicht. SM wird ihm über kurz oder lang fehlen und dann? Ich kenne ihn gut genug.


Wenn ich uns selbst als altes Ehepaar erlebe welches doch so seine Schwierigkeiten hat SM nach so langer Zeit in unseren Alltag zu integrieren. Viel zu viel Arbeit ohne Ende. Dann erst seine Krankheit die wir gemeinsam durchgestanden haben, jetzt meine wo er mir sehr liebevoll zur Seite steht.
Eine zeitlang hat mich diese Sehnsucht fast aufgefressen. Auch und gerade in der Zeit als er krank und deshalb so verändert war.
Heute sehe ich es aus all diesen Gründen etwas anders.
Diese alte tiefe gewachsene Liebe ist in der Lage vieles gemeinsam durch zu stehen. Keiner würde den anderen jemals im Stich lassen.
Es geht gerade bei uns überhaupt nicht darum DIE Session haben zu müssen. Das können wir beide im Moment in der Art gar nicht.
Er legt mir mein Halsband um, ich sitze zu seinen Füßen und er streichelt einfach meinen Kopf und weiss wie gut es mir tut. Wie geborgen ich mich fühle. Da ich keine Kraft hätte für eine Session kann ich ihn sehr gut lassen, ich bin nicht mehr fordernd.
So wagt er sich Schritt für Schritt derart weiter wie er sich damit gut und sicher fühlt. Das macht ihn wiederum sehr glücklich.
Aber wir würden SM zurück stellen, der Liebe wegen.
Wir werden sehen wie sich alles entwickelt. Aber das war ein langer und nicht leichter Weg.
Und wie ich alles in 1 Jahr sehe weiss ich auch nicht.

In dieser Summe meiner Erfahrungen und Gespräche taucht manchmal die Frage auf: was macht SM , die Neigung mit den Menschen?

Eine weitere langjährige online Bekannte sitzt seit Jahren mit dem gleichen Profil in einem kleinen SM Chat und ist sicher, irgendwann begegnet ihr der passende Deckel. Sie war krebskrank!
Ich finde das irre.

Wie endlos viele Männer suchen sich im www eine Sub die sie halten können neben ihrer geliebten Stino Ehefrau zu Hause.

Ich könnte noch endlose Beispiele aufzeigen, aber ich denke das reicht.

Natürlich ist jeder Fall individuell und jeder einzelne hat das Recht auf seine Entscheidung. Dies will ich, da ich ein Verfechter des freien Willens und der Selbstverantwortlichkeit bin, niemandem absprechen.

Wird die Neigung überbewertet? Was macht sie mit Menschen?

Einfach nur Gedanken dazu.

Ich hoffe ich war halbwegs verständlich in meinem Posting.

Emy *herz*
11. Januar 2011

Hm, Emy, ich selber bin ja erst seit knapp 3 Jahren mit SM "konfrontiert". Ich setze das extra in "", denn es ist eigentlich nicht das richtige Wort dafür. Aber auch doch.
Wenn man sich ernsthaft dafür interessiert, wird man konfrontiert. Es ist wirklich alles neu und viele Ansichten stellen sich auf den Kopf.

Trotz allem denke ich, dass SM im Moment entweder Mode ist oder es trauen sich endlich mehr Menschen, es öffentlich auszuleben.

Deine Beispiele sind krass, aber bestimmt kein Einzelfall. Lieber irgendjemanden als allein gibt es auch in der Stinowelt. Viele Paare trauen sich nicht, zu sagen/zeigen, was sie wirklich mögen, weil sie ja den Partner mit ihrem Wunsch verletzen könnten (das fängt schon bei anal an!) und auf warten auf "Mr. Right" findest Du auch in anderen Singlebörsen.

Also alles nicht so wild. Weil normal. Und sorry, aber geholfen kann solchen Personen wie Deinen Bekannten nicht. Sie wollen in dem Moment nicht hören. *zwinker*

Ich finde persönlich, dass man sich halt nicht verbiegen soll. Egal in welcher Richtung. Mit Ehrlichkeit kommt man weiter. Und wenn SM für den einen Partner ins gesamte Leben gehört, für den anderen aber nur zum Sex, dann muss entweder ein Kompromiss gefunden werden oder man zieht Konsequenzen.

SM in den Alltag integrieren geht. Das weiss ich genau.

LG LeBa
12. Januar 2011

Ich würde gerne etwas zu SM und Alltagstauglichkeit/Partnerschaft schreiben. Leider war mir dieses Erleben bislang nicht vergönnt.

Aber die Sehnsucht danach brennt ganz tief in mir. Nicht die Sehnsucht nach Sessions und wer weiß was für einem Zinnober, sondern die Sehnsucht danach, einen Menschen an meiner Seite zu haben, bei dem es theoretisch immer mal möglich wäre, schwach zu werden, sich fallen zu lassen, hinzugeben, vertrauen zu können. Nach einem Menschen, der in der Lage ist mir das Gefühl zu vermitteln, dass ich "unten" sein darf und das gut und richtig ist und er es auch genießt.

Wenn man erstmal den passenden Partner dazu gefunden hat, dürfte das doch gar nicht so schwer sein...denke ich...*gruebel*
12. Januar 2011

Bei mir ist es wie bei Sahamira. Ich höre nicht auf, darauf zu hoffen, dass ich eines Tages eine Partnerschaft erleben könnte, in der es mitten im Alltag auch mal diese kleinen, reizenden Übergriffe geben dürfte.


Die allermeisten Männer, die ich kenne, die überhaupt so sexuell aktiv sind, dass sie selbst im Alltag mal einen zwingenden Griff, oder einen Klaps wagen (natürlich bei gegenseitigen Einverständnis), die sind aber gleichzeit allesamt so gestrickt, dass sie "das Weibliche an sich" lieben und flirten, wo sie gehen und stehen. Immer auf der Suche nach einem neuen Reiz. Ich mag solche Männer!
Ich frage mich nur, ob ich für mich nicht immer bei denen länger bleibe, bei denen in dieser Hinsicht mehr Ruhe einkehrt, bei denen ich sicherer bin, dass sie mich nicht verlassen (Oh Himmel, klingt das mistig!).
Und mit dieser Sicherheit schleicht sich dann der asexuelle Alltag ein.
12. Januar 2011
Einige Gedanken

schlingern durch meine Hirnwindungen, ich bin aber (derzeit) nicht an dem Punkt, mich hier darüber zu äussern. Das liegt allerdings an mir selbst und meiner eigenen Situation (dies nur zur Info)

Gardez, du schreibst:
Ich frage mich nur, ob ich für mich nicht immer bei denen länger bleibe, bei denen in dieser Hinsicht mehr Ruhe einkehrt, bei denen ich sicherer bin, dass sie mich nicht verlassen (Oh Himmel, klingt das mistig!).
Und mit dieser Sicherheit schleicht sich dann der asexuelle Alltag ein.

Was meinst du damit? Gehst du davon aus, dass ein Mann, der den - wie du es beschreibst - weiblichen Anteil zulässt und es liebt zu flirten etc, ein Mann ist, der schneller geht, der eine Frau nach kurzer Zeit verlässt?

Und ausserdem dann auch, wenn er denn eher ein "Sicherheitsgeber" ist, kein Raum mehr für sexuelle Lust, für das Flirten und herumspielen (Spielen kann ja auch ohne BDSM Anteil ein Bestandteil der Beziehung sein) gegeben ist?

Ich glaube, ich habe nicht wirklich verstanden, was du meinst.

Liebe Grüße vom Flügelchen *gruebel*
12. Januar 2011

Flügelchen:-)

Zu meiner Schande muss ich gestehen, dass ich meinen Beitrag selbst nichts so ganz verstehe, vor allem nicht, was ich damit sagen wollte in Hinblick auf das Thema....*hae*

Eins lässt sich schnell aufklären: Mit Männern, die das Weibliche an sich lieben, meinte ich nicht Männer, die ihre weiblichen Anteile zulassen, sondern Männer, die von Weiblichkeit magisch angezogen werden, Womanizer, Casanovas, Spieler.

Da ich selbst eine große Flirterin bin, wollte ich auch nicht sagen, dass es mir dringend darum ginge, in einer Partnerschaft nur noch den einen einzigen angucken zu dürfen.

Aber was wollte ich dann sagen?.......*gruebel*

Ich versuche es mal abstrakt:

Es gibt Menschen, die verwehren sich unbewusst bei der Partnerwahl das Zusammengehen von sexuellen Avancen und Alltagsbeziehung, bestimmt auch von BDSM und Alltagsbeziehung.

An dieser Stelle höre ich auf, das wird auch zu offtopic.....und lese wieder lautlos mit.....*huch*

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